Ich…mittendrin


Category: Seelische Entrümpelung


Habe gestern den Film ‘Kundun’ von Martin Scorsese angeschaut und ich muss hier mal was loslassen: Es kotzt mich so an, wie diese erblindenden Chinesen ohne Rücksicht alles platt machen und an sich reissen! Und dann noch den Nerv haben, diesen Einmarsch als Befreiung Tibets zu propagieren. Da fehlt mir jeglicher Bezug zu…ich kann ja noch ansatzweise verstehen, wenn Mao sagt, er tut dies, weil er findet, dass Religion Gift sei (dann ist er für mich genauso vergiftet OHNE Religion - einfach ein fehlgeleiteter Mensch in meinen Augen! Und seine Nachfolger gut herangezüchtet!)…in bestimmter Hinsicht kann es das sein (z.B. in fundamentaler Weise, wenn Religion als Waffe benutzt wird), aber muss nicht und in den meisten Fällen ist es das auch nicht, vor allem in Tibet, wo Gewaltfreiheit versucht wird, zu leben und auch umzusetzen. Jedoch sich so in die Belange eines Landes hineinzudrängen und einer jahrtausende alter Kultur komplett den Kopf abschlagen, ist für mich einfach unfassbar. Die chinesische Regierung hat über Jahrzente gnadenlosen Völker- und Kulturmord betrieben und betreibt ihn immernoch!

Sorry, liebe Sportler, aber ich boykottiere diese Farce von Olympia…und das olympische Kommitee hätte sich WIRKLICH MAL ÜBERLEGEN sollen, was DAS BEDEUTET. Ich persönlich finde dieses Spektakel ist nichts anderes als das nach Außen hin Gut-Darstellen einer wirklich BESCHISSENEN SITUATION! Ist für mich nichts anderes als die Olympiade damals im Dritten Reich!

Ich bin zutiefst schockiert und muss ehrlich sagen, das habe ich nicht gewusst, weil ich mich nie so tief damit auseinandergesetzt habe, aber nun, durch den geschichtlichen Hintergrund, hoffe ich, dass die chinesische Regierung irgendwann bekommt, was sie verdient…egal wie! Vorzugsweise natürlich gewaltfrei … und darauf vertraue ich!

Das musste ich mal loswerden!!!

Saradevi

Kundun »».


Da ist eine Lethargie in mir und ich weiß, dass wenn ich jetzt diesen Kreis durchbreche und Asanas mache, es mir ‘besser’ gehen wird. Aber ich will nicht. Nicht, dass ich keine Lust auf Yoga hätte, aber irgendwie bekomme ich meinen Körper nicht zur Bewegung gebracht. Mit Zwang und Druck schon gar nicht. Ich weiß nicht, ob es vom Wetter kommt oder allgemein aus meiner Laune oder Sonstiges. Ich habe keine Lust mit zu bewegen und das nervt mich tierisch an. Zwei Launen, die sich gegenseitig anblaffen und lähmen. Die eine Laune hört vor lauter Gebrüll nicht, was die andere Laune will und umgekehrt. Das ist sehr nervig!

Es hat auch etwas mit meinem morgendlichen Tagesablauf zu tun - auch dass ich abends immer vor dem Schlafengehen Fernsehen schauen muss (ich nicht, aber Uli), macht mich mit der Zeit ziemlich meschugge. Ich weiß nicht, warum sich das wieder so eingebürgert hat, aber ich möchte nicht mehr so ‘einschlafen’ - mit dem Fernseher im Hintergrund. Mein Schlaf ist einfach dadurch nicht wohltuend. Ich hab da dauernt das Gefühl, dass ich im Schlaf Dinge aus dem Fernsehen verarbeite und das ist doch nicht normal!

Auch Computer ist ein Trägemacher - abends ins Bett mit der Glotze und morgens gleich zum Compi. Was ist das für ein Scheiß. Ich will das nicht mehr und ist mit Sicherheit nicht das, was mich selbst ‘glücklich’ macht. Also, da muss sich was ändern, sonst schlafe ich auf der Couch! Ich weiß, dass ist eine Art Erpressung, aber ich hab da ehrlich gesagt einfach keinen Bock mehr drauf. Ich bin definitiv kein Nachtmensch und das war ich auch nie wirklich und jetzt so einen Tagesablauf zu haben, wo ich erst um kurz vor zwölf in Ruhe einschlafen kann (auch noch von dem, was im Fernsehen kommt träume) und morgens vor 7 nicht mehr aus den Federn komme, wo ich eigentlich diese Uhrzeit praktiziere, ist ätzend und so nicht mehr wünschenswert. Mein Körper sträubt sich mit jeder Pore und macht ihn lethargisch. Das will ich nicht mehr. Kompromisse müssen her!

Lustlosigkeit (5) »».


Danke, Ihr Lieben *s*

Zum Punkt drei kann ich noch hinzufügen, dass es mir nicht darum geht finanziell so viel Geld anzuhäufen, dass ich mir ganz viele Dinge kaufen kann. Im Moment sieht es so aus, dass wir beide hoffen, unsere Miete zusammenzubekommen, genug Geld für das Essen zu haben … ich denke, es sollte schon soweit für mich persönlich geklärt sein, dass ich nicht jeden Monat um meine Miete und Essen bangen muss. Ich glaube, dass ich wohl nicht zuviel verlange, oder? Reich zu sein ist mir nicht wichtig - klar, es würde ein angenehmes Polster schaffen, aber es würde mich nicht glücklich machen. Aber das Gegenteil, nämlich nicht genug zu haben und zu bangen, ob man genug Geld für das Essen und die Miete zusammenbekommt, ist wirklich Stress, der krank machen kann und da hab ich einfach keinen Bock mehr drauf. Klar, ich könnte sagen, ich trenne mich und ich hab da keine Lust mehr, zwei Menschen mitzuziehen (obwohl das so nicht stimmt), aber glücklicher wäre ich damit nicht. Im Gegenteil, ich würde mich bewusst unglücklich damit machen.

Es ist wohl so wie es ist und ich werde wohl erstmal nichts dran ändern können…

Ich habe keine Lust mehr zu kämpfen … mir ist die Lust gehörig abhanden gekommen. Ich mag nicht mehr … ich will nicht mehr … hab keine Kraft mehr und könnte einfach nur noch heulen. Soviel Druck ist nicht gut und wer kämpft erwartet Widerstand. Und ich möchte einfach nur in Frieden leben können. Ohne Angst und Sorge darüber, wie wir unsere Grundversorgung finanzieren.

… ist das wirklich zuviel verlangt?

In Liebe,

Sara Devi

Zum Thema Geld (Punkt 3 in der Liste) (2) »».


‘Seelische Entrümpelung’ ist eine Kategorie, wo ich meinen seelischen, bzw. emotionellen und mentalen Sondermüll ablegen kann - nur zur Information *g*

Mir liegt im Moment soviel im Magen und auf dem Herzen, dass ich diese Möglichkeit nutze, um mich von diesen Dingen zu befreien. Ich schreibe einfach mal für mich in Stichworten auf, was in mir im Moment so stark arbeitet. Und dann schaue ich mir die Punkte mal genauer an - so eine Art The Work á lá Sâra:

1. Ich kann im Moment nicht gut unterscheiden, welche Gefühle von mir kommen und welche Gefühle in mir von anderen resonieren.

2. Um des ‘lieben Friedens Willen’ halte ich Dinge zurück, die mich aber innerlich auffressen.

3. Jeden Monat auf’s Neue Sorgen zu haben, ob wir die Miete und Kosten schaffen oder nicht, macht mir einfach sehr starke Bauchschmerzen (im wahrsten Sinne des Wortes).

4. Bin ich überhaupt fähig, Yogalehrerin zu sein? Mir liegt mein selbst auferlegter Erfolgsdruck im Nacken, meine Yogagruppe mit mehr als ‘nur’ drei Schülern zu füllen.

5. Disziplinlosigkeit.

6. Diese Panikmache und Angsteinflösung in dieser Gesellschaft.

7. Dummheit und Ignoranz

Zu 1.:
Ich weiß nicht, ob es immer mit meiner PMS zu tun hat, aber ich beobachte, dass genau in dieser Phase vor meiner Menstruation, meine Hormone Pingpong spielen und da brauch es nur einen Kommentar zu geben, der vielleicht unbedacht oder gedankenlos war oder gar nicht so gemeint war und ich fange an, das ‘auf mich’ zu projezieren. Allerdings ist da auch ein Gefühl, dass es nicht nur Projektion meinerseits ist. Klar, am Besten ansprechen, das mache ich auch - allerdings nicht in dieser Phase…’danach’ ist klüger.

Zu 2.:
Immer dieses dusselige ‘Harmoniedingens’. Eine Yogini zu sein heißt doch nicht gleichzeitig jegliche Emotionen wegzudrücken. Klar, Vieles sollte man mit einem gewissen Abstand betrachten, aber das geht bei mir nicht immer. Gerade bei Themen, die mich emtionell sehr bewegen, hab ich das Gefühl, diese Beobachterrolle einfach nicht hinzubekommen und mich dazu zu zwingen, finde ich auch daneben. Allerdings möchte ich auch nicht mehr so emotionell reagieren und ich glaube, es ist auch schon viel besser geworden, je mehr ich sozusagen ‘Karma’ in dieser Richtung ‘abbaue’ - also mich sozusagen mit vielen Schatten in mir beschäftige. Ich glaube, dass ist normal, oder? Ja - es ist normal und zu fühlen, was es mit mir macht und darüber zu schreiben, hilft schon sehr!

Zu 3.:
Finanzielle Unsicherheit macht auf Dauer krank und das will ich nicht! Sagen wir es mal so - im Moment sieht es bei mir recht gut aus und ich konnte die letzten beiden Monate gut abfangen, aber es wird dünner und ich hoffe bei meinem Partner wird bald mal ein wenig mehr Erfolgs- und Finanzerlebnis passieren, sonst wird es echt eng und je enger es wird, desto schlechter geht es mir. Seien wir doch mal ehrlich - erwacht oder erleuchtet zu sein ist ja ganz nett, aber das bezahlt mir auch nicht die Rechnungen!

Zu 4.:
Ich habe seit Dezember 07 angefangen zwei Yogakurse zu geben - leider hab ich jetzt nur noch einen Kurs abends, da meine ‘Chefin’ aus dem Raum ausziehen musste, wo sie sonst den Montagmorgenkurs gegeben hat. Hinzu kommt, dass ich irgendwie das Gefühl habe, dass, nur weil zu mir eben noch nicht soviele Leute kommen, ich nicht mehr so ‘gefördert’ werde, wie am Anfang. Ein dritter Yogalehrer, mit dem ich mich sehr gut verstehe, wird ab September (dann zieht das Studio in einen größeren Komplex und wir dort angestell) täglich mitunterrichten. Ich habe da schon ein wenig Angst, dass, wenn ich nicht genug Leute zusammenbekommen, mir nahe gelegt wird, dass ich ‘gehen’ kann. Klar, wäre nicht so ‘yogisch’, aber trotzdem - aus wirtschaftlicher Sicht logisch. Und jedes Mal, wenn wir ‘zu dritt’ sind, hab ich ein Gefühl (und das zähle ich noch zusätzlich zum ersten Punkt), dass da so eine Art Eifersucht in ihr brodelt. Ich merke dass im Umgang mit mir - ich warte leider noch auf eine ‘gute Gelegenheit’, um mit ihr darüber zu sprechen. Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber irgendwas sagt mir, dass ich damit leider Recht habe. Denn er wird sehr stark mit in das Studio einbezogen - ich bleibe da irgendwie immer mehr im Hintereck. Ich glaube auch nicht, dass ich mir das einbilde. Also: ansprechen, Sara!

Zu 5.:
Ich lasse mich einfach in letzter Zeit viel zu sehr hängen - aber ist auch logisch. Sich mit dem seelisch-emotionalen Müll auseinanderzusetzen motiviert nicht gerade sehr und läßt sehr viel Disziplin auf der Strecke. Ich meine damit meine morgendlichen Übungen. Ich möchte gern meinen Alltag viel stärker mit Yoga integrieren, aber ich fühle auch, dass ich mich im Moment eher anderen Dingen widmen sollte, die mich eben lähmen genau das zu tun, was ich mir diesbezüglich wünsche.

Zu 6.:
Tja, da kann ich mir nur antworten, wer sich panisch machen lässt, ist selbst Schuld - naja, hat halt was mit der eigenen inneren Haltung zu tun. Im Großen und Ganzen ist da schon ein Urvertrauen in die ganze Sache - aber im Detail stecken doch noch einige Stöcker und Dornen, die den Mechanismus hin und wieder zum Stillstand zwingen - was aber auch ganz gut ist, weil man die Chance hat, sich mal wieder komplett auf sich zu besinnen und versuchen zu unterscheiden, was von einem selbst kommt und was eben nicht.

Zu 7.:
Da brauch ich nichts Großartiges zu schreiben - schlägt bei mir immer ein wenig sauer an - nobody’s perfect…

Soweit zu meinem Müll - recyclebar und fertig zum Auflösen *gg*

Sara

Neue Kategorie (3) »».


Seit Freitag schlage ich mich mit so einem dumpfen Gefühl in der Magengegend herum und bin genervt und verärgert, wie sehr mich die persönlichen Probleme anderer Menschen mit sich selbst doch wieder einfangen, bzw. einvernehmen.
Ich singe seit ca. einem dreiviertel Jahr in einer Soul-Funk-Coverband, die auch eigene Songs schreiben. Die Bandkommunikation läuft überwiegend über Emailverkehr. Das klappt auch ganz gut, nur das Problem ist sehr oft, dass es eben so wellenartige Überströmungen von Emails gibt und jeder auf irgendeine Email antwortet und irgendwann ein Durchblicken von ‘wichtigen’ und eher ‘nicht wichtigen’ Mails sehr schwierig wird. Vor allem, da eben auch schon einige Emails, die wichtig waren in meinem Spamordner gelandet sind und ich auch schon mal einen Termin nicht wahrgenommen habe. Um diesem Chaos ein wenig entgegenzuwirken hat der Uli vorgeschlagen, einfach ein kleines Bandforum einzurichten. Einen Bereich nur für die Bandmitglieder und zwei Themenbereiche für Fans. Ich finde, dass dies eine schöne Idee ist und uns auch somit das Publikum im Netz ansprechen kann. Für mich kein Problem, denn ich persönlich bin entgegengesetzt der Meinung, dass Email aussterben wird, eher das Telefon aussterben wird und die Menschen immer mehr über das Internet kommunizieren (werden).
Jedenfalls schrieb ich das an die Band und die waren, einige sind noch im Urlaub, davon begeistert. Eine Woche später schreibt dann die Leadsängerin, dass sie die Idee mit dem Forum nicht gut findet, sie den Nutzen nicht versteht und ausserdem haben sie das seit 12 Jahren so gehandhabt über Email, Handy, Telefon und wir sollten doch mal die Kirche im Dorf lassen.
Gut, ich gebe zu, ich habe mich schon ein wenig darüber geärgert - nicht nur wegen des Tones, sondern auch eher mehr über die Ignoranz. Ohne es vorher mal auszuprobieren (sie ist, das muss ich dazu sagen, nicht so versiert, was das Inet anbelangt, aber das ist ja alles kein Problem, was man nicht beseitigen könnte), schon mal im Vorfeld so eine Idee kaputt reden. Ich habe ihr daraufhin zurückgeschrieben - ehrlich, ich war wirklich nicht ausfallend, habe aber doch ein wenig signalisiert, dass ich das so nicht in Ordnung finde. Da mischt sich die zweite Backgroundsängerin ein und bezichtigt mich des Zickenkriegs und da dachte ich nur noch, ok, ich ziehe mich aus dieser Diskussion lieber heraus, sonst verrasseln wir uns noch tiefer in Mißverständnisse und haben uns für den Dienstag vorgenommen nach oder vor der Probe noch mal darüber zu reden.

Ich finde es schade, denn da kommen wieder so Dinge wie, nicht losslassen können, sich nicht vom ‘Alten’ trennen wollen, sich nicht mal ‘neu’ ausprobieren wollen bis vielleicht hinzu, ich bin die Leadsängerin und nicht Du, darum hab ich das Sagen. Also, wenn sich das bestätigt, dann bin ich draußen, denn ich bin nicht in einer Band, nur um diese persönlichen Kleinkriege zu führen, sondern, ich möchte einfach wieder mit Freude Musik machen und wenn es eben als Backgroundsängerin ist. Ich habe keine Ansprüche auf Leadgesang, nur weil ich das mal studiert habe. Wir haben einen klasse Backgroundchor und mehr will ich gar nicht. Gut, wir könnten vielleicht noch ein bisschen mehr üben, denn einige Songs sind einfach noch nicht soweit, dass der Chor sie im Schlaf singen könnte, aber das ist ok, denn die Songs mit Backgroundparts haben es schon sehr in sich.

So, das musste ich mir mal von der Seele schreiben, weil ich eigentlich solche Kämpfchen nicht mag und leider früher zu Genüge erlebt habe. Dabei habe ich als Sängerin nie Wettbewerbsgefühle gehabt oder versucht, mich besser als andere Sänger darzustellen. Das war eigentlich schon sehr früh klar, dass ich schon immer gern mit Sängern zusammengearbeitet habe und ich es klasse fand, wie man sich ergänzen kann. Der eine kann vielleicht genau das ‘besser’, was man selbst eher nicht so gut drauf hatte. Und davon konnte man lernen. Ich habe nicht nur von meinen Dozenten gelernt - nee, das Wichtigste habe ich von meinen Mitstudenten gelernt - die Praxis und das menschliche Miteinander innerhalb einer Band, wenn ich es jetzt mal nur auf die Musik reduzieren darf. Ist im Kern eh immer das Gleiche insofern auch übertragbar auf jede andere Lebenssituation.

Naja, ich warte es mal ab. Es hat mir schon geholfen, diesen Müll, der mir eigentlich gar nicht gehört (zum größten Teil), abzuladen. Ich weiß schon genau, was mich selbst getriggert hat. Das ist für mich auch gelöst und in Ordnung so … aber manchmal bin ich dann so offen, dass ich mir auch noch den Müll anderer auf die Schulter lasten lasse.

Danke für’s zuhören :-)

In Liebe,

Sara

…sowas nervt! »».